SEINERZEIT Impulse für die Turnbewegung in Österreich aus St. Pölten vor 100 Jahren

06.04.2021

Odo Hahn wird Reichsobmann der Christlich-deutschen Turnerschaft Österreichs

(I.W.) Sowohl vor als auch nach dem Ersten Weltkrieg  gingen gravierende Impulse, die zur Aufwärtsentwicklung der christlichen Turnbewegung in Österreich beitrugen, von St. Pölten aus. - Das Turngeschehen in ganz Österreich wurde durch die Wirren des Krieges stark beeinflusst. -  Von 12 Turnratsmitgliedern der Christlich-deutschen Turnerschaft-St. Pölten waren acht eingerückt, und von 47 Turnern standen 34 in Felde, wovon sieben das Kriegsende nicht erlebten. An diesen beklagenswerten Verlust erinnert ein für die Vereinsfahne gewidmetes “Krieger-Gedächtnisband“.(VM.1935,F.1)

Der Gründer der "Christlich-deutschen Turnerschaft St. Pölten" (1904) und vormalige Reichsturnwart (1914) Odo Hahn aus St. Pölten wurde nach dem Ersten Weltkrieg zum Reichsobmann der christlichen Turnbewegung in Österreich gewählt.

Vier Turnbewegungen in St. Pölten (TV 1863, CdTV, ATUS, TV Makkabi)

Nach einer vierjährigen Pause konnte mit einer regelmäßigen Vereinstätigkeit, wenn auch unter schwierigen Bedingungen, im Juni 1919 wieder begonnen werden. An den Spannungen, die vom Anfang an zwischen dem CdTV und dem Turnverein St. Pölten 1863 immer wieder auftraten, hatte sich kaum etwas geändert. Wie aus einem Mitteilungsblatt klar und deutlich hervorgeht, entwickelte sich nach dem Ersten Weltkrieg in St. Pölten mit der neu entstandenen Arbeiter-Turnbewegung ein weiteres Feindbild: „Es ist unseren Mitgliedern strengstens untersagt, `rote Veranstaltungen´ überhaupt aufzusuchen!“ [ ] (VM 1926, F. 3, 2) Neueintretende  hatten in einer feierlichen Angelobung eine „ehrenwörtliche Verpflichtung“ einzugehen, sich an die „heiligen Prinzipien des Vereins“ zu halten. Mit sogenannten „Taufschein-Katholiken“ wollte der CdTV nichts zu tun haben. (VM 1926, F. 4, 1)

Wer dem CdTV-St. Pölten angehören wollte, musste nach einer Probezeit in einem Aufnahmeritual ein Gelöbnis ablegen: „Wir geloben, unseren Verpflichtungen getreulich nachzukommen, das Turnwesen und echte Kameradschaftlichkeit nach Kräften zu fördern und jederzeit furchtlos, nach echter christlich-deutscher Turnerart, unsere Pflichten für Glaube, Volk und Heimat zu erfüllen!“ (VM 1926, F. 4, 2) Die Turner sahen sich sozusagen als bessere Menschen, die der einseitigen Aus- und Durchbildung feind waren. „Neben der körperlichen Ertüchtigung, haben wir auch für die geistige Durchbildung  gewissenhaft Sorge zu tragen“, Worte, die in den Reden des Obmannes Odo Hahn immer wieder vorkommen. (VM 1927, F. 3, 1)

Mehr zur Geschichte der "Christlich-deutschen Turnerschaft St. Pölten" (1904-1938)

 

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