Snowboard Cross WM 2021 - Jakob Dusek mit Rang vier Weltspitze

13.02.2021

"NÖ-Team" Zerkhold/Dusek im kleinen Finale (7.)

Der amtierende Cross-Weltcupsieger Alessandro Hämmerle (Vorarlberg) hat am Dienstag mit der Bestzeit in der Qualifikation gezeigt, dass er auf dem 1.240 Meter langen und sehr anspruchsvollen Kurs bei der WM in Schweden zum engsten Favoritenkreis zählt und hat es im Finale auch bewiesen. 

Der Wiener Lukas Pachner (13.), der Niederösterreicher Jakob Dusek (15.) aus dem Weichberger-Team St. Pölten und der Steirer David Pickl (30.) hatten ebenfalls unter den 49 Startern aus 17 Nationen den Sprung in das 32er-Finale der Herren geschafft. Pia Zerkhold (Snowboardbase NÖ), die einzige Dame im heimischen WM-Aufgebot, sorgte in der Qualifikation für eine Schrecksekunde. Die Niederösterreicherin kam im ersten Lauf bei einem Sprung auf der langen Zielgeraden schwer zu Sturz. Zum Glück überstand Zerkhold diesen Crash ohne gröbere Verletzung und trat sogar noch zum zweiten Run an. Als 24. blieb ihr jedoch der Einzug in das Finale der Top 16 verwehrt. Obwohl Zerkhold am Mittwochvormittag mit Verspannungen in der Muskulatur noch mit Nachwirkungen des Sturzes zu kämpfen hatte, war sie im Team-Bewerb am Freitag dabei.

Der Herzogenburger Jakob Dusek feiert in Schweden ebenso seine WM-Premiere wie David Pickl. "In der Quali habe ich keinen Superlauf erwischt, aber es hat auch eine Rolle gespielt, dass es nach dem Training eine mehr als 30-minütige Pause gegeben hat und dadurch die ersten Fahrer in der Qualifikation nicht die schnellsten Bedingungen vorgefunden haben. Davon war auch ich mit Startnummer zwei betroffen, aber das spielt jetzt ohnehin keine Rolle mehr. Der Kurs verlangt einem alles ab -  ganz unten spürt man, dass die Ansteuerung der Beine nicht mehr ganz so optimal funktioniert. Was mein Abschneiden betrifft, ist hier alles möglich, aber ich mache mir keinen Druck. In erster Linie möchte ich auf meinem höchsten Level snowboarden", erklärte Jakob Dusek vor dem entscheidenden Rennen.

Die Niederösterreicherin Pia Zerkhold haderte einerseits mit der verpassten Finalteilnahme, war aber andererseits froh, bei ihrem Sturz halbwegs glimpflich davongekommen zu sein. "In der Anfahrt zu diesem Sprung war es unruhig, dazu war ich auch mit dem Schwerpunkt etwas zu weit hinten. In der Luft habe ich mir nur gedacht, hoffentlich wird der Aufprall nicht zu heftig. Zum Glück habe ich gleich wieder aufstehen können und bin auch noch den zweiten Lauf gefahren. Der Sturz hat mich aber schon noch beschäftigt, deshalb hat bei dieser Fahrt auch nicht mehr viel zusammengepasst. Aber es war wichtig, noch einmal gut über diesen Sprung drüberzukommen, was mir auch gelungen ist. Für den Teambewerb am Freitag bin ich bereit", so Pia Zerkhold.

WM-Silber für Hämmerle und Platz vier für Dusek

Alessandro Hämmerle hat am Donnerstag bei der Snowboardcross-WM in Schweden  hinter dem Spanier Lucas Eguibar die Silbermedaille geholt und damit sein erstes Edelmetall bei einem Großereignis erobert! Jakob Dusek (24) fuhr ebenfalls in das große Finale und landete nach Siegen in seinen Viertel- und Halbfinal-Heats hinter dem Kanadier Eliot Grondin auf Platz vier. Für den Wiener Lukas Pachner (17.), der übrigens in einem NÖ Verein zu Hause ist, und dem Steirer David Pickl (30.) war hingegen im Achtelfinale Endstation.    

Alessandro Hämmerle (27) ließ von der Auftaktrunde weg nichts anbrennen und zog souverän in das große Finale ein. Das erreichte auch Jakob Dusek, der im Semifinale auf der langen Zielgeraden den Turbo zündete und als scheinbar aussichtsloser Vierter den Lauf sogar noch gewann. Im Kampf um die Medaillen diktierte Hämmerle zunächst das Geschehen von der Spitze aus. Im Finish hielt der Vorarlberger den rechts von ihm fahrenden Grondin in Schach, doch das nützte der auf der linken Seite attackierende Eguibar, um Meter für Meter auf Hämmerle gutzumachen. Am Ende hatte der Spanier im Fotofinish hauchdünn das bessere Ende für sich.        

*** Stimmen: *** 

Alessandro Hämmerle (Silber): "Ich bin voll happy, dass ich mit Silber meine erste Medaille bei einem Großereignis gewonnen habe. Schade, dass es nicht ganz zu Gold gereicht hat. Ich habe im großen Finale fast bis zum Ende geführt, aber dann ist mir die lange Zielgerade mit dem Windschattenfahren leider zum Verhängnis geworden. Es war am Ende ein knappes Fotofinish, nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung und der Silbermedaille."    

Jakob Dusek (4.): "Einen vierten Platz will man bei einer WM am wenigsten haben, diese Erfahrung musste heute auch ich machen. Aber andererseits war es ein Superrennen, in Summe bin ich mit diesem Ergebnis auch sehr zufrieden. Im Semifinale ist mir ein richtig guter Move auf der Zielgeraden gelungen. Für das große Finale hatte ich eigentlich denselben Plan, doch dieses Vorhaben ist leider beim zweiten Mal nicht mehr aufgegangen."  

Bei den Damen triumphierte die Britin Charlotte Bankes vor der Italienerin Michela Moioli und der Tschechin Eva Samkova. Die Niederösterreicherin Pia Zerkhold verpasste den Einzug in das 16er-Finale und wurde 24.

Rang sieben für Dusek/Zerkhold im Teambewerb der Snowboardcross-WM  

Am Freitag bestreiteten Zerkhold zusammen mit Dusek den Mixed-Teambewerb. Das "NÖ-Bundesland-Team"  erreichte unter 13 Bewerbern Rang sieben. 1. Australien, 2. Italien, 3. Frankreich, 4. USA, 5. Tschechien, 6. Italien 2, 7. Österreich.

Jakob Dusek und Pia Zerkhold haben bei der Snowboardcross-WM im schwedischen Idre Fjäll im Mixed-Teambewerb den guten siebenten Platz erreicht! Die beiden Niederösterreicher schafften als Zweite ihres Viertelfinal-Heats den Einzug in die Vorschlussrunde, nachdem sich Zerkhold im Fotofinish hauchdünn gegen die Französin Chloe Trespeuch durchgesetzt hatte.         

Nach Platz vier im Halbfinale ging es für das rot-weiß-rote Duo schließlich im kleinen Finale um die Ränge fünf bis acht. Dort legte Dusek wie schon in den Läufen zuvor eine starke Fahrt hin und übergab als Erster an Zerkhold, die jedoch bei einem Sprung auf der langen Zielgeraden mit der Italienerin Raffaella Brutto aneinandergeriet und dabei zu Sturz kam. 

"Es hat trotzdem Mega-Spaß gemacht", meinte Zerkhold, für die die Titelkämpfe am Dienstag mit einem schweren Sturz in der Qualifikation nicht gerade verheißungsvoll begonnen hatten. "Ich habe heute den Sturz aber sehr gut ausblenden können, mich gut gefühlt und auch voll Gas geben können. Es war sehr cool, hier mit Jakob zu fahren", ergänzte Zerkhold.        

"Im Moment funktioniert bei mir beim Snowboarden alles so, wie ich mir das vorstelle. Ich habe als Erster, Zweiter und Erster in meinen Heats auch heute wieder meine gute Form ausspielen können. Der Teambewerb war echt lässig und das Viertelfinale mit dem erfolgreichen Fotofinish von Pia extrem spannend. Den Schwung von der WM nehmen wir jetzt zum Weltcup in der nächsten Woche auf die Reiteralm mit", sagte Dusek, der schon als Vierter im Einzelbewerb am Donnerstag aufgezeigt hatte. Im Crosspark auf der Reiteralm tragen sowohl die Snowboardcrosser (Donnerstag, 18. Februar 2021) als auch die Skicrosser (Freitag, 19. Februar 2021) jeweils einen Weltcupbewerb aus.    

Weiter geht es dann am 3. März in Bakuriani (GEO). - Spannend verspricht auch die Österreichische Staatsmeisterschaft (27.2./ Reiteralm) zu werden, wo die Niederösterreicher Zerkhold, Kocher, Dusek und Dornhofer um Medaillen fahren. - Benjamin Karl steigt am 1. März in die Alpin-WM (Rogla) ein.

Weiter geht es im Welt-Cup am 16. 2. auf der Reiteralm und in Folge am 3. 3. in Bakuriani (GEO). - Spannend verspricht auch die Österreichische Staatsmeisterschaft (27.2./Reiteralm) zu werden, wo die Niederösterreicher Zerkhold, Kocher, Dusek und Dornhofer um Medaillen fahren. - Benjamin Karl steigt am 1. März in die Alpin-WM (Rogla) ein.

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