Jakob Dusek glänzt mit Rang fünf im Weltcup

11.03.2020

NÖ Snowboard Nachwuchs kann nicht brillieren

Jakob Dusek glänzt mit Rang fünf im Weltcup
Katharina Neussner und Jakob Dusek Foto ÖSV

Für Katharina Neussner und Jakob Dusek, beide UNION Trendsport Weichberger, sollte der Finalbewerb im Cross-Weltcup in Veysonnaz, im Schweizer Rhonetal gelegen, zu einem erfreulichen Abschluss führen. Während weltweit Großsportveranstaltungen wegen des Coronavirus abgesagt wurden, entschieden die FIS-Verantwortlichen, die für Sonntag vorgesehene Veranstaltung, auf Freitag vorzuverlegen. USA und Canada zogen es vor ihre Starter vor dem Rennen heimzuholen. Auch weitere Sportlerinnen und Sportler blieben dem Rennen fern, so dass bei den Männern nur 26 Starter aus neun Ländern und bei den Frauen gar nur neun Teilnehmerinnen aus sechs Ländern gezählt wurden.

Jakob Dusek hatte sich zuletzt mit einem zweiten Rang in Spanien, in der Weltcup- Zwischenwertung, nur mit 20 Punkten Rückstand auf Rang drei, auf Platz vier nach vor gearbeitet. Eine Platzierung, die es im Cross-Bewerb für einen Niederösterreicher noch nie gegeben hat. Ja, selbst der Punktestand von Platz eins (850), wäre rein rechnerisch, zugegeben mit viel Glück, einholbar gewesen. So war bei den Weichberger-Fans, die das Rennen im ORF verfolgten, die Freude groß, als Dusek seinen ersten Lauf überlegen gewinnen konnte. Auch im zweiten Run lag der Herzogenburger bis 100 m vor dem Ziel an der Spitze und wurde erst knapp vor dem Ziel abgefangen, so dass er nicht mehr in die Finalläufe eingreifen konnte. Die Punkte von Rang 17 reichten dennoch aus, dass er nur um einen Platz auf Rang fünf zurückfiel und als Zweitbeter Österreicher ein Endergebnis ablieferte mit dem am Beginn der Saison kaum jemand gerechnet hat.

In einem wahren Herzschlagfinale hatte der Vorarlberger Alessandro Hämmerle zum zweiten Mal in Folge den Sowboardcross-Weltcup gewonnen. Mit dem neunten Einzelsieg im Weltcup vor Omar Visintin (ITA), Adam Dickson (AUS) und seinem härtesten Konkurrenten in der Disziplinenwertung, dem Italiener Lorenzo Sommariva, eroberte der 26-jährige Montafoner seine zweite Cross-Kristallkugel. 

Während Jakob Dusek beim letzen Rennen das Glück verlassen hat, kann Hämmerle zu den Glückspilzen gezählt werden. Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung schien bereits im Semifinale zu platzen, als er in einem harten Positionskampf mit dem Spanier Lucas Eguibar und dem Franzosen Merlin Surget beinahe zu Sturz kam und abgeschlagen auf Rang vier zurückfiel. Doch in weiterer Folge kam Eguibar zu Sturz und beging Surget einen Fahrfehler, womit der Österreicher doch noch den Aufstieg in das große Finale schaffte. Dort fuhr der Vorarlberger einen entfesselten Lauf und hielt die beiden starken Italiener Visintin und Sommariva gekonnt in Schach.

"Ich halte zwar jetzt die Kristallkugel in der Hand, aber meine Gefühle sind sehr zwiespältig. Das Coronavirus war in den vergangenen Tagen das beherrschende Thema hier, bis heute Vormittag gab es Gerüchte rund um eine Absage des Rennens. Deshalb war es sehr schwer, konzentriert zu bleiben, aber ich habe es trotzdem irgendwie hinbekommen. In der aktuellen Situation ist der Sport nur sekundär vorrangig ist jetzt einmal, dass sich die allgemeine Lage hoffentlich bald wieder entspannt", so Alessandro Hämmerle.

WELTCUP CROSS: 1. Alessandro Hämmerle (AUT) 3960, 2.  Lorenzo Sommariva (ITA) 3450,  3. Omar Visintin (ITA) 2930, 4. Lucas Eguibar (SPA) 2430, 5. Jakob Dusek (AUT) 2250, 6. Emanuel Perathoner 2220. 10. Julia Lüftner (Bludenz) 1690, 16. Lukas Pachner (ÖSV Wien/UNION Kaltenleutgeben) 949, 25. Luca Hämmerle (Gaschurn) 600. - "Neben Benjamin Karl (2. PGS/2020) zählt Jakob Dusek 2020 zu den erfolgreichsten Sportlern in Niederösterreich", freut sich Erik Wöll. 

Bei den Damen war die Niederösterreicherin Katharina Neussner mit Rang 20 in der Zwischenwertung in die Schweiz gereist. Mit Rang Acht erbrachte sie  ihr bislang bestes Weltcupresultat. Die Italienerin Michela Moioli krönte mit dem Tagessieg vor der Französin Chloe Trespeuch und der Australierin Belle Brockhoff den Gewinn der kleinen Kristallkugel. Neussner verbesserte sich in der Gesamtwertung um zwei Plätze und beendete die Saison auf dem 18. Gesamtrang. Pia Zerkhold (Snowboardbase NÖ) landete auf Rang 33.

"Da alle Rennen in Europa abgesagt wurden war ich überrascht, dass das Rennen stattfindet. Wir haben uns aber gut darauf eingestellt. Mit dem ersten Lauf war ich sehr zufrieden. Leider habe ich im kleinen Finale den Start vermurkst. Die Saison ist für alle Snowboarder jetzt beendet", erklärt die Europacup-Siegerin 2019 Katharina Neussner in einem Telefonat nach dem Rennen.

Unmittelbar nach dem Rennen trat das ÖSV-Team die Heimreise an. Die Skicrosser nahmen an dem am Samstag geplanten letzten Saisonrennen nicht mehr teil. -  "Die Gesundheit der Athleten und Betreuer steht für den ÖSV an oberster Stelle, daher ist uns eine rasche und reibungslose Rückkehr nach Österreich sehr wichtig. Wir sind uns als größter Sportverband in der momentanen Ausnahmesituation unserer sozialen Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst, deshalb setzen wir die Empfehlungen und Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung auch konsequent um. So haben wir den nationalen Wettkampfbetrieb eingestellt und zunächst bis Mitte nächster Woche auch das Verbandsbüro in Innsbruck geschlossen und den Betrieb auf 'Home Office' umgestellt", so ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel.

ERGEBNIS Veysonnaz

WELTCUP Gesamtergebnis MÄNNER

WELTCUP Gesamtergebnis FRAUEN

 

NÖ Snowboard Nachwuchs kann nicht brillieren

"März und April 2020 sollten für den Snowboard-Nachwuchs von UNION Trendsport Weichberger zu Erfolgs-Monaten werden. Es ist bedauerlich, aber natürlich notwendig, dass alle Rennen abgesagt werden müssen", so Erik Wöll. Dominik Burgstaller hat sich für die Junioren Weltmeisterschaft im Lachtal qualifiziert. Mit ihm, sowie mit Felix und Paulina Powondra sowie Lukas Schlatzer und Elias Schlinger wurde aus niederösterreichischer Sicht mit Medaillenrängen bei Österreichischen Jugend-Meisterschaften gerechnet. Beim NASH-Finale am 5. April in Obertauern hätte NÖ  ein starkes Team gestellt und bei den österreichischen Schülerbewerben waren Podium-Plätze programmiert. Genau so auch bei den Österreichischen Meisterschaften der Schulen, für die sich die MD-Schule Lilienfeld qualifiziert hat. Sowohl die Schülerinnen als auch die Schüler wollten bei dieser Meisterschaft, die nur alle zwei Jahre ausgetragen wird, groß auftrumpfen. Die Teams mit Florian ZaunerLion Hammerschmidt, Joachim GravoglBenjamin Parich sowie Stefanie Palwein, Alwine Wurst, Kerstin Gruber und Theresa Fuchs hatten die NÖ Schulmeisterschaft in Annaberg mit großem Vorsprung für sich entschieden.

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