Vergessen: Hans Suren

21.11.2018

Freikörperkultur und Sport - Bücher in hoher Auflage für Körper, Seele u. Charakter

Vergessen: Hans Suren

Hans Surén (1885-1972) war ein deutscher Offizier, der im Ersten Weltkrieg in Afrika (1915) in britische Gefangenschaft kam. 1917, im Austauschverfahren in der neutralen Schweiz landete und bald danach nach Deutschland entlassen wurde. Seine militärische Laufbahn beendete er nach Kämpfen in Russland und der Türkei mit dem Dienstgrad eines Majors.

Die Kriegsgefangenschaft trug dazu bei, dass er den Weg zum Sport fand. Von 1919 bis 1924 leitete er einer Heeressportschule bei Berlin. Seine schriftstellerische Tätigkeit mit zahlreichen Büchern zur Freikörperkultur und zum Sport öffnete ihm den Weg in eine breite Öffentlichkeit. Sein Buch "Leben in der Sonne"  wurde zu einem Bestseller mit Weltgeltung. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es 250.000-mal verkauft. "Die zweite Überarbeitung erschien 1936 unter dem Titel "Mensch und Sonne – Arisch-olympischer Geist" mit stark rassistischem Einschlag und zahlreichen Zitaten aus Hitlers Buch Mein Kampf. So verteufelte er Juden  und zitierte ausgiebig Goebbels, Rosenberg und Hitler" (Wikipedia 20.11. 2018)

1941 wurde Surén wegen Amtsanmaßung und Führen eines falschen Titels angeklagt und 1942 wegen Unsittlichkeit aus der NSDAP ausgeschlossen. Die letzten Jahre des Naziregimes verbrachte Surén im Zuchthaus Brandenburg. - Nach 1945 lebte Hans Surén vollkommen zurückgezogen. Suréns Bücher gelten – abgesehen von Zitaten – als sachlich und haben der FKK-Bewegung viele neue Anhänger verschafft, wobei Surén selbst nie einer FKK-Vereinigung angehört hat. Sanftes Bewegen 60+

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