Turnvereine altmodisch?

16.11.2018

Rund 300.000 Turnerinnen und Turner in Österreich sagen NEIN

Turnvereine altmodisch?
Alle Fotos WÖLL

Im Rahmen der Sendung "Daheim in Österreich" berichtete das staatliche Fernsehen (7.11.2018, ORF 2) u. a. über den Turn- und Gymnastikverein Gänserndorf. Im Rahmen der Präsentation fielen folgende Bemerkungen: "Wenn ich ihnen sage, gehen sie doch wieder einmal in den Turnverein klingt das etwas altmodisch...." Nochmals nahm die Berichterstatterin das Wort "altmodisch" in den Mund:  "Die Turnvereine sind ja ein bisschen retro, altmodisch..." Mit der Gestaltung diverser Vorführungen wurde der Redakteurin gezeigt, wie schwungvoll Turnen in seiner ganzen Bandbreite sein kann.

UNION Trendsport hat Experten zum Thema "Turnverein in Sachen ALTMODISCH" befragt und erhielt folgende Antworten:

Prof. Fritz Manseder, Präsident im Österreichischen Fachverband für Turnen (ÖFT): "Ich denke gerade Turnvereine sind die Basis für eine entsprechende körperliche Grundausbildung und ein Ort wo wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Gut geführte Turnvereine erfreuen sich großen Zulaufs und haben eher das Problem zu wenige geeignete Turnhallen zur Verfügung zu haben." Prof. Fritz Manseder.

Der ÖFT zählt mit an die 100.000 Mitglieder zu den mitgliederstärksten Fachverbänden in Österreich. Ein Großteil der Turnerinnen und Turner gehört nicht dem Fachverband sondern den Dachverbänden an. Eine Reihe an Weltklasse-Sportler und -Sportlerinnen (z.B. die Snowboarderin Johanna Gasser) ist aus der Turnbewegung hervorgegangen. - Bedauerlich, dass mit Steuern erbaute Schul-Turnsäle in Österreich, so auch in St. Pölten, den Vereinen nicht zur Verfügung stehen und in den Abendstunden leer stehen.

Mag. Martina Weinberger, Finanzreferentin im NÖ Fachverbandes für Turnen und Leiterin der Sektion Kunstturnen in der UNION St. Pölten: "Der Begriff "Turnen" mag altmodisch im deutschen Sprachgebrauch belegt sein, auch dank der österreichischen Medien- und Sportpolitik zur Randsportart degradiert, weiß kaum jemand, dass sich hinter diesem vielschichten Begriff nicht nur die Weltsportart Gymnastics (olympisches Kunstturnen) als dritte Säule der olympischen Sommersportarten verbirgt, sondern sich eine breite Palette an modernen Bewegungsformen bis hin zum Freerunning/Parkoursport entwickelt haben. Altmodisch ist hier also gar nichts.

In der SPORTUNION St. Pölten erlebt der (Gerät-)Turnsport derzeit einen so großen Boom, dass der Verein dem Ansturm aufgrund fehlender Infrastruktur mit geeigneter Geräteausstattung nicht bewältigen kann und Kinder bereits ablehnen muss, wir könnten neben der Kunstturnhalle jederzeit zeitgleich eine zweite Gerätturnhalle in St. Pölten ausfüllen. Auch den Leistungssport des olympischen Kunstturnen schätzen zunehmend Eltern, die ihren Kindern eine sportliche Ausbildung mit auf den Weg geben möchten - unabhängig davon, ob sie in diesem Sport verbleiben oder sich mit perfekter Grundausbildung in anderen Sportarten weiterentwickeln. LG Tina.

 

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