UNION Jugendlager Faakersee in den 1960er-Jahren

11.05.2018

und das Bundessportzentrum 55 Jahre danach

UNION Jugendlager Faakersee in den 1960er-Jahren
Blick vom Lager zum Mittagskogel.

Die UNION-Jugend-Lehrgänge bzw. -Lager waren nach der Gründung der Österreichischen Turn- und Sport-Union bis Ende der 1960er-Jahre geprägt davon Nachwuchskräfte für Führungsaufgaben in den Vereinen zu gewinnen. Die Programmgestaltung konzentrierte sich vor allem auf die Grundsportarten (Gerätturnen, Leichtathletik, Schwimmen, Spiele), Fest- Feiertags- und Heimabendgestaltung, Singen, Volkstanzen, Redeübungen und die Geschichte des Verbandes. Gemeinsame Ausflüge und eine hl. Messe durften bei den Lehrgängen nicht fehlen. - Vor allem die Bundes-Jugend-Lehrgänge am Faakersee in den 1960er-Jahren waren unter der Ära des Bundesjugendwartes Dir. Hans Stur (Mödling) besonders gefragt. Viele noch heute bekannte Namen befinden sich unter den Kursgestaltern, die sich über Jahre in den Sommermonaten zur Verfügung gestellt hatten. Die NÖ Landesjugendwarte Fritz Haiden und Ingolf Wöll, Joschi Wagner, Rudi Otepka, Fritz WrubelJulika Kroner-Ullmann, Lore Schmidt, Irmgard Wrubel-Wöll (alle NÖ), Gerhard Schimanofsky (Steiermark), Herbert Glaser und Karl Krappel (beide Wien) sowie Grete Leszuk und Egbert Kunrath (beide Salzburg), Maria Kaltschmied (Tirol), der Oberösterreicher Arnulf Piwonka uva. fehlten selten.

Was wissen jene die an ihren Polstern kleben? - Das Laufen, ja das Gehen fast verlernen. Die nur an Schlafen denken und an Essen und meinen, alles könne man für Geld sich kaufen. Was wissen sie von unserem Erleben? - Wenn wir im Kampfspiel unsere Kräfte messen und nie mit jenenTrägen, Lauen tauschen möchten - die unser Tun und Treiben nie begreifen, da sie nicht wissen, welche guten Kräfte in uns reifen (1964: Morgeneinstimmung, Faak/See)

1960 Morgenstimmung im August mit Schnee in den Karawanken.

Lehrgangsleiter 1960

Fritz Haiden (U-Herzogenburg) und Ingolf Wöll (U-St. Pölten)

 

Zeltlager der UNION-Jugend am Faakersee 1960  1965 Die ersten baulichen Maßnahmen sind vollendet
1960 Gedenkfeier Abwehrkampf 1921  Abmarsch zur Sonntagsmesse in Faak, r.i.B. Fritz Haiden

Das graue Fahrtenhemd mit schwarzem Halstuch und Lederknoten sowie kurze Hose, als gemeinsames Kleid, geht zurück auf die Turnbewegungen der 1920er und 1930er-Jahre. Die Tracht wurde von der Turnerjugend in der CDTÖ und im DTB getragen und galt bis Ende der 1960er-Jahre auch als  Festkleid  der männlichen UNION-Jugend.

Bundes-Fanfarenzug Fanfarenzug der UNION-Jugend 1961/Linz - Vorbereitung in Faak 1960

Mitte der 1960er-Jahre hieß es dann, ausgehend von NÖ, die besten UNION-Jungturnerinnen und Jungturner sollen im Jugendlager Faak/See (ebenso in Schielleiten und Obertraun) trainieren und an die Österreichische Spitze herangeführt werden. Das sollte auch gelingen: Helmut Geiblinger (UNION Mauer Öhling/NÖ) sowie Hannelore Praschl (UNION St. Pölten) und Evi Hölblinger-Obenaus (UNION Waidhofen/Ybbs), um nur einige zu nennen, wurden Österreichische Jugendmeister im ÖFT. Obenaus dominierte die Turnszene anfangs der 70er-Jahre und war 1971 und 1972 Österreichische Staatsmeisterin. (Ingolf Wöll (2015). Wir bewegen Menschen)

 
1964: Rudi Otepka, Julika Kroner-Ullmann, Ingolf Wöll Karin Lebitsch OÖ 1968: Jungturnerinnen NÖ und OÖ  
1968 Training unter einfachen Bedingungen: Hannelore Praschl mit UNION-Bundesturnwartin Herma Wich (Wien). Turnen am Reck im "Waldstadion" Rudi Steinlesberger/NÖ - Mittagskogel

 

Kurs-Lehrer und -Lehrerinnen (Wien, NÖ, Tirol, Salzburg) aus den 1960er-Jahren - 40 Jahre später -  beim Kurslehrertreffen in Faak im Jahr 2000. aus : Geschichten von Opa - "Was bleibt ist die Erinnerung"

Faak 2016:

Wir freuen uns über ein Weiterleiten des Berichtes an ehemalige Teilnehmer in Faak.