Dusek im Weltcup

03.03.2017

"Das war nicht mein Tag!"

Dusek im Weltcup

Es hat nicht sein wollen: Jakob Dusek (UNION Trendsport Weichberger) fuhr beim vorletzten Saisonrennen in La Molina (ESP) mit Rang 69 eindeutig am Finale vorbei und durfte beim zweiten Rennen am Sonntag nicht mehr an den Start gehen.

Einen empfindlichen Rückschlag musste auch Alessandro Hämmerle im Kampf um die kleine Kristallkugel im Snowboardcross hinnehmen. Der Weltcupführende aus Vorarlberg verpasste am Samstag mit Rang 53 in der Qualifikation den Einzug ins 32er-Finale deutlich. Die ersten Verfolger von Hämmerle im SBX-Weltcup, Omar Visintin (ITA/26.) und Pierre Vaultier (FRA/13.), sind in der Entscheidung hingegen mit dabei.     

"Ich habe in einer giftigen Wellensektion, die gegenüber dem Training auch noch etwas umgebaut wurde, zu viel Zeit verloren. Jetzt heißt es einmal abwarten, wie meine Konkurrenten morgen hier abschneiden. Für das letzte Rennen in drei Wochen in der Schweiz kann dann meine Devise ohnehin nur noch 'voller Angriff' lauten", sagte Alessandro Hämmerle.     

Hinter dem Qualifikationsschnellsten Alex Pullin (AUS/51,67) fuhren der Vorarlberger Markus Schairer (51,95) und der Wiener Lukas Pachner (52,07) auf die Plätze zwei und drei. Neben diesem Duo haben sich mit dem Tiroler Nathanael Mahler (28.), dem Burgenländer Sebastian Jud (29.) und dem Steirer David Pickl (31.) auch drei Fahrer der jungen ÖSV-Garde für die 32er-Entscheidung qualifiziert. Der Kärntner Hanno Douschan (42.), der Vorarlberger Luca Hämmerle (45.), der Tiroler Julian Lüftner (46.) und der Niederösterreicher Jakob Dusek (69.) sind hingegen am Sonntag wie Alessandro Hämmerle nicht mehr im Renneinsatz. 

Ergebnis Samstag

Lukas Pachner schreibt als SBX-Zweiter in La Molina Wintersport-Geschichte 

Wintersport-Historisches hat sich am Sonntag im spanischen La Molina abgespielt: Snowboardcrosser Lukas Pachner hat mit Rang zwei hinter dem Franzosen Pierre Vaultier für den ersten Podestplatz eines Wiener Athleten in einer Einzelkonkurrenz in der Geschichte des FIS-Weltcups gesorgt! Genau genommen ist Pachler Niederösterreicher. Er gehört der SPORTUNION Kaltenleutgeben an und diese hat ihre Mitglieder beim Wiener Skiverband angemeldet. Für den 25-Jährigen war es die insgesamt zweite Podiumsplatzierung im Weltcup nach Rang zwei mit dem Tiroler Julian Lüftner im Teambewerb von Solitude (USA) im vergangenen Jänner.   

Pachner zeigte sowohl fahrerisch als auch kämpferisch eine Glanzleistung! Nach einem souveränen Sieg in der Auftaktrunde setzte sich der Österreicher sowohl im Viertelfinale gegen US-Boy Hagen Kearney als auch in der Vorschlussrunde gegen den Finnen Anton Lindfors jeweils als Laufzweiter in einem Fotofinish durch. Im großen Finale war Pachner in einen Sturz mit dem US-Amerikaner Nick Baumgartner und dem Italiener Omar Visintin verwickelt. Doch der Wiener war schnell wieder auf den Beinen und fuhr vor Baumgartner und Visintin auf Rang zwei.

 "Es ist unglaublich - ich weiß gar nicht, was ich sagen soll! Es war sehr schwierig zu fahren, weil man wegen des dichten Nebels kaum etwas gesehen hat. Aber ich habe das Brett einfach laufen lassen und bei den knappen Zieleinläufen alles rausgehaut. Im großen Finale habe ich nach dem Sturz versucht, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen, und auch das hat super funktioniert. Es ist großartig, mit so einem Erfolgserlebnis zur WM in die Sierra Nevada zu fahren. Das ist mein erstes Großereignis, und ich bin schon gespannt, was mich dort erwartet", sagte Lukas Pachner.     

 SBX-Junioren-Vizeweltmeister David Pickl wurde als 15. zweitbester Österreicher. Der Steirer erreichte gleich in seinem ersten 32er-Finale im Weltcup die zweite Runde, nachdem er sich zum Auftakt im Kampf um den Aufstieg gegen seinen routinierten ÖSV-Teamkollegen Markus Schairer durchgesetzt hatte. Schairer reihte sich in der Endabrechnung an der 17. Stelle ein. Der Burgenländer Sebastian Jud (24.) und der Tiroler Nathanael Mahler (29.) schafften ebenfalls den Sprung unter die Top 30.  

Der Vorarlberger Alessandro Hämmerle, der sich in Spanien nicht für die Entscheidung der Top 32 qualifizieren konnte, rutschte im SBX-Weltcup vom ersten auf den dritten Platz zurück. Vor dem letzten Saisonrennen am 25. März 2017 in Veysonnaz (SUI) hat Visintin (3.470) lediglich 20 Punkte Vorsprung auf Vaultier (3.450). Mit 3.114,6 Zählern sind aber auch die Chancen Hämmerles auf den Gewinn der kleinen SBX-Kristallkugel noch intakt.

Bei den Damen siegte in La Molina die Italienerin Michela Moioli vor der Tschechin Eva Samkova sowie den beiden Französinnen Chloe Trespeuch und Charlotte Bankes. Durch den Ausfall der Neussner-Zwillinge waren keine Österreicherinnen am Start.

Ergebnis Sonntag

Zur NÖN-Sportlerwahl - Um Abstimmung wird gebeten.