TOTENGEDENKEN

25.10.2016

Gräberbesuch der UNION auf dem St. Pölten Friedhof

TOTENGEDENKEN

"Es gehen weniger Leute auf den Friedhof und auch für Grabschmuck wird weniger ausgegeben als noch vor 20 Jahren", so stand es vor wenigen Tagen in einer Zeitung. Für die Sportunion St. Pölten ist es seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit, dass unmittelbar vor Allerheiligen eine Abordnung des Vereins an den Gräbern von ehemaligen Funktionären kleine Kränze niederlegt und der Toten gedenkt, die als Lebende viel für den Verein geleistet haben. Kulturreferentin Elisabeth Klenkhart, Helmut Mayer, Fritz Manseder, Hermann Nowak und Ingolf Wöll sprachen Worte des Gedenkens.

Bilderbogen

 

Totenklage ist ein arger Totendienst, Gesell ! Wollt ihr eure Toten zu Gespenstern machen oder wollt ihr uns Heimrecht geben ?
Es gibt kein Drittes für Herzen, in die Gottes Hand geschlagen. Macht uns nicht zu Gespenstern, gebt uns Heimrecht ! Wir möchten gern zu jeder Stunde in euren Kreis treten dürfen, ohne euer Lachen zu zerstören. Macht uns nicht ganz zu greisenhaft ernsten Schatten, laßt uns den feuchten Duft der Heiterkeit, der als Glanz und Schimmer über unsrer Jugend lag ! Gebt euren Toten Heimrecht, ihr Lebendigen, daß wir unter euch wohnen und weilen dürfen in dunklen und hellen Stunden. Weint uns nicht nach, daß jeder Freund sich scheuen muß, von uns zu reden! Macht, daß die Freunde ein Herz fassen, von uns zu plaudern und zu lachen ! Gebt uns Heimrecht, wie wir’s im Leben genossen haben !"

— Walter Flex - Der Wanderer zwischen beiden Welten (1916)

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