Gesundheit

08.09.2006

Der ärztliche Gesundheits-Check

Jahrlang hat man sich immer wieder gesagt: Ich muss unbedingt mal was für meine Kondition tun! Jetzt endlich hat man sich entschieden und will auch gleich loslegen wie die Feuerwehr. Schließlich soll die teure Ausrüstung nicht umsonst gewesen sein...

Insbesondere Männer neigen gelegentlich dazu, voller Tatendrang loszupreschen und dabei über das Ziel hinauszuschießen. Wer untrainiert ist und sozusagen "aus dem Stand" heraus gleich ins volle Training einsteigt, läuft Gefahr, sich und seinen Körper zu überfordern. Ein schwerer "Muskelkater" gehört sicher zu den eher harmlosen Folgen allzu großen Eifers. Möglich sind aber auch Rückenverletzungen, Stauchungen und Zerrungen, ein gefährlicher Anstieg des Blutdrucks oder Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem bis hin zum Kollaps.

Um beim Sport das Risiko für Ihre Gesundheit möglichst klein zu halten, empfiehlt sich in folgenden Fällen ein ärztlicher Gesundheits-Check:

  • Wenn Sie seit Jahren keinen Sport mehr betrieben haben.
  • Wenn Sie sich wegen bekannter gesundheitlicher Einschränkungen über Ihre Belastungsgrenzen und geeignete Sportarten informieren wollen.
  • Wenn Sie sich über den Stand Ihrer Fitness im Unklaren sind und möglicherweise verborgene gesundheitliche Risiken ausschließen wollen.

Der Allgemeine Check-up:                                                                                                                                   Lassen Sie sich von ihrem Hausarzt über die Vorsorge-Untersuchung beraten.

Der sportmedizinische Check-up
Wer vor der Aufnahme eines Trainings außer der Reihe seine individuellen Belastungsgrenzen abklären will, kann einen speziellen sportmedizinischen Check-up durchführen lassen. Er unterscheidet sich vom allgemeinen Check-up durch sportspezifische Anforderungstests. Untersucht werden das Herz-Kreislaufsystem, der Status von Venen und Arterien, die Beweglichkeit der Gelenke, die Muskelkraft, die Koordination und anderes mehr. Ein Belastungs-EKG ermittelt Ihren optimalen Trainingspuls, auf einem Laufband lässt sich Ihr Trainingszustand als Sollleistung in Watt pro Körpergewicht messen. Die spezielle sportmedizinische Untersuchung gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und muss deshalb selbst bezahlt werden. Sie ist jedoch vor allem dann empfehlenswert, wenn Sie den Sport regelmäßig betreiben wollen.